Logopädie

In der Logopädie behandeln wir Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen, die infolge eines Schlaganfalls oder anderer neurologischer Erkrankungen auftreten können. Unser stationäres und ambulantes Angebot umfasst die Abklärung, Therapie und Beratung mit dem Ziel, die Kommunikation und die Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern.

Unsere Logopädinnen und Logopäden verfügen über langjährige Erfahrung in der Diagnose und Behandlung neurologisch bedingter Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen. Zusätzlich erarbeiten wir Strategien, wie Patientinnen und Patienten trotz beeinträchtigter Sprach- und Sprechfertigkeiten erfolgreich kommunizieren können.

Welche Einschränkungen behandelt die Logopädie?

Die neurologisch bedingten Einschränkungen der Sprach- und Sprechfähigkeit können verschiedene Bereiche betreffen:

  • Sprachlicher Ausdruck
  • Sprachverständnis (mündlich und schriftlich)
  • Lesen und Schreiben
  • Zahlenverarbeitung
  • Gesichtsmotorik
  • Atmung
  • Stimme

Diese Symptome können einzeln oder kombiniert auftreten, beispielsweise nach einem Schlaganfall oder im Rahmen einer chronischen neurologischen Erkrankung wie Morbus Parkinson.

Unser stationäres und ambulantes Behandlungsangebot

Die Logopädie an der Klinik Lengg umfasst die Abklärung, Behandlung und Beratung bei neurologisch bedingten Kommunikationsstörungen.

Sprechstörungen

Das Sprechen umfasst die Stimme, die Atmung und die Artikulation. Im Vordergrund steht die Verständlichkeit der Betroffenen. Neben dem klassischen Training spielen Kompensationsstrategien ebenfalls eine wichtige Rolle.

Sprachstörungen

Die Kommunikation umfasst vier Modalitäten: Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben. Beeinträchtigungen können sehr unterschiedlich ausfallen und die Betroffenen in der Teilhabe am sozialen Leben einschränken. Häufig treten zusätzlich Wortfindungsstörungen auf. Ziel ist die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit mithilfe individueller Strategien und der Angehörigenberatung.

Gesichtslähmungen (Fazialisparesen)

Fazialisparesen verursachen Beeinträchtigungen der Gesichtssymmetrie und der willkürlichen Gesichtsbewegungen. Insbesondere bei den peripheren Fazialisparesen wird die gezielte und symmetrische Ansteuerung anhand der vorhandenen Fähigkeiten angebahnt. Betroffene werden zu einem selbstständigen Handling angeleitet und informiert.

Störungen der Zahlenverarbeitung (Akalkulie)

Die Akalkulie umfasst die eingeschränkte Fähigkeit von Rechenvorgängen. Diese gilt es von Sprachstörungen zu differenzieren. Auch hier wird die Therapie alltagsnah gestaltet, wie beispielsweise das Lesen von Uhrzeiten.

Kognitive Kommunikationsstörungen

Die Sprache ist eine kognitive Leistung. Sind Exekutivfunktionen, wie die kognitive Flexibilität, das Arbeitsgedächtnis oder die Inhibition betroffen, kann eine kognitive Kommunikationsstörung resultieren. Betroffene haben dann beispielsweise Schwierigkeiten, angemessen auf andere Personen zu reagieren, einen roten Faden beim Erzählen beizubehalten oder andere ausreden zu lassen. Dies kann sowohl für die Betroffenen als auch für ihr Umfeld sehr belastend sein. Neben dem therapeutischen Training ist eine Angehörigenberatung für den Umgang im Alltag entlastend und zielführend.

Zusätzliche Beratungsangebote der Logopädie

  • Abklärung und Beratung zum Einsatz unterstützender Kommunikationshilfen, zum Beispiel Bildertafeln, Tablets oder Symbole, sowie bei Bedarf in Zusammenarbeit mit active communication

  • Beratung und Schulung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen

Unser Therapieansatz

Wir arbeiten nach evidenzbasierten Verfahren und gestalten jede logopädische Behandlung individuell. Ziel ist es, die Sprach- und Sprechfähigkeiten unserer Patientinnen und Patienten bestmöglich zu fördern und gemeinsam Kompensationsstrategien zu entwickeln.

Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern, im Alltag mehr Selbstständigkeit zu gewinnen und aktiv am sozialen Leben teilzuhaben.

Die Behandlung von Gesichtslähmungen gehört zum Behandlungsangebot der Logopädie an der Klinik Lengg.

LSVT LOUD®: Ambulante Stimmtherapie bei Morbus Parkinson und atypischem Parkinson

LSVT LOUD® ist eine wissenschaftlich fundierte logopädische Therapie zur Behandlung von Sprech- und Stimmstörungen bei Morbus Parkinson und atypischen Parkinson-Syndromen. Sie wurde speziell entwickelt, um Einschränkungen in Lautstärke, Stimmkraft, Sprechmelodie und Sprechgeschwindigkeit gezielt zu verbessern.

Ziel der Therapie

Im Mittelpunkt steht ein intensives Lautstärketraining, das die Stimme kräftigt und die Verständlichkeit beim Sprechen deutlich verbessert.
Studien zeigen, dass sich das Training nicht nur positiv auf die Stimme, sondern auch auf andere Bereiche auswirkt – darunter:

  • Atmung und Körperhaltung

  • Artikulation

  • Schlucken

  • Mimik und Gestik

Aufbau des ambulanten Trainings

Das LSVT LOUD®-Programm ist ein standardisiertes, hochfrequentes Trainingskonzept mit insgesamt 16 Therapieeinheiten:

  • 4 Sitzungen pro Woche à 60 Minuten

  • Über einen Zeitraum von 4 Wochen ohne Unterbrechung

Diese intensive Struktur ist entscheidend für den nachhaltigen Therapieerfolg.

Zertifizierte Therapeutinnen und Therapeuten

Die LSVT LOUD®-Methode darf ausschliesslich von zertifizierten Logopädinnen und Logopäden durchgeführt werden.
An der Klinik Lengg wird sie im Rahmen der ambulanten Therapien angeboten. Sie werden von speziell geschulten Fachpersonen betreut, die Sie professionell durch das gesamte Trainingsprogramm begleiten.

Anmeldung und Kontakt

Neuropsychologische Rehabilitation

Unterstützung beim Wiedererlangen und Kompensieren sprachbezogener Fähigkeiten.

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