Transkranielle Magnetstimulation

Eine Erkrankung oder Verletzung des Gehirns kann zu ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen führen. Mit der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) steht Patientinnen und Patienten eine schonende Therapie zur Verfügung, welche die funktionelle Erholung gezielt von ausserhalb des Kopfes fördert.

Einblick in die transkranielle Magnetstimulation an der Klinik Lengg

Unser Video zeigt Ihnen, wie die transkranielle Magnetstimulation in der Praxis eingesetzt wird. Lernen Sie unser spezialisiertes Behandlungsteam kennen und erfahren Sie mehr über den Ablauf der Therapie.

Wie funktioniert die transkranielle Magnetstimulation (TMS)?

Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) nutzt Magnetimpulse, um die Reorganisation von Nervengewebe im Gehirn gezielt zu fördern. Eine über dem Kopf positionierte Magnetspule erzeugt ein Magnetfeld, das die Nervenzellen in präzise ausgewählten Hirnbereichen je nach Bedarf aktiviert oder hemmt. Dieser Therapieansatz fördert die funktionelle Erholung – insbesondere in Bereichen, die etwa durch einen Schlaganfall beeinträchtigt sind. So können verlorene Fähigkeiten wiedererlangt werden.

Für wen ist TMS geeignet?

Die Transkranielle Magnetstimulation eignet sich für Personen mit den folgenden Einschränkungen:

  • Lähmungen an Armen oder Beinen
  • Störungen der Feinmotorik
  • Neuropathische Schmerzen
  • Sprachstörungen (Aphasie)
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • Wahrnehmungsstörungen (Neglect)
  • Depressionen

Die Behandlung ist sowohl stationär im Rahmen der neurologischen Rehabilitation als auch ambulant möglich.


Schonend, schmerzlos und ohne Eingriff

Die transkranielle Magnetstimulation ist eine schmerzfreie und nicht-invasive Therapieform. Sie erfolgt vollständig von ausserhalb des Körpers. Während der Behandlung sitzen Patientinnen und Patienten entspannt in einem Sessel. Das TMS-Gerät erzeugt ein hörbares Klopfgeräusch, das als leichtes Klopfen auf der Kopfhaut wahrgenommen werden kann. Für zusätzlichen Komfort stellen wir bei Bedarf Ohrstöpsel oder Musik zur Verfügung.

Als innovative und wirksame Methode, die auch ambulant angewendet werden kann, entspricht die TMS-Therapie dem Bedürfnis unserer Patientinnen und Patienten.
Dr. med. Jan von Meyenburg

Ablauf der TMS-Therapie

Fachärztliche Erstberatung

In einer spezialisierten neurorehabilitativen Sprechstunde klären wir gemeinsam mit Patientinnen und Patienten, ob die TMS-Therapie für ihre individuelle Situation geeignet ist.

Persönlicher Therapieplan

Jede Behandlung wird individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt.

  • Dauer des ersten Therapiezyklus: ca. 4 Wochen
  • Frequenz: 1–3 Sitzungen pro Woche
  • Sitzungsdauer: ca. 45 Minuten

Nach Abschluss der ersten Behandlungsphase erfolgt eine neurologische Verlaufskontrolle, um den Therapieerfolg zu beurteilen und das weitere Vorgehen festzulegen.

Kostenübernahme

Die TMS-Behandlung wird von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen.

Kontakt und Anmeldung für die TMS-Behandlung

Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Termin vereinbaren? Wir beraten Sie gerne persönlich.