Neurologische Erkrankungen verändern den Lebensentwurf, die berufliche und soziale Teilhabe. Dies kann unvorhergesehen und plötzlich geschehen, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. Das Leben mit chronischen und fortschreitenden neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson kann zu psychischen Symptomen führen. Mögliche Veränderungen des Verhaltens oder der Persönlichkeit sind für Patientinnen, Patienten und ihr soziales Umfeld zunächst beängstigend und verwirrend.
Solche emotionalen Belastungen können den Rehabilitationserfolg erheblich erschweren. Es ist für Betroffene deshalb wichtig, dass sie die Erkrankung und deren Folgen ins Alltagserleben und die eigene Biographie integrieren können. Deshalb bieten wir bei Bedarf stationär und ambulant psychologische Einzelinterventionen an. Angehörige und das soziale Umfeld werden möglichst eng in diesen Prozess einbezogen und beraten. Die Therapie wird individuell auf die Lebenssituation und auch die kognitiven Ressourcen der Betroffenen abgestimmt.
Das psychologische Therapieangebot der Klinik Lengg umfasst Themen wie
- Verhaltens-und Persönlichkeitsveränderungen bei neurologischen Erkrankungen
- Krankheitsbewältigung
- Stressbewältigung und Ressourcenaktivierung
- Umgang mit Erschöpfung und Müdigkeit (Fatigue), Verbesserung des Energiemanagements
- Schmerzbewältigung
- Psychoedukation und Motivationsförderung bei Lebensstiländerungen (z.B. Tabakentwöhnung)
Das Ziel der psychotherapeutischen Begleitung ist die bestmögliche Rehabilitation und die nachhaltige Steigerung der Lebensqualität von Betroffenen.